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 Jazzmusiker sprechen oft über ihre Einflüsse. Welche Musiker haben sie bes
 onders geprägt\, waren wichtig für ihre musikalische Entwicklung\, welche 
 waren Vorbilder für sie? Woran haben sie sich orientiert? Einer wird fast 
 immer – und nicht nur von Saxophonisten – genannt: Joe Henderson.\nEr hat 
 mit seinem Spiel\, seinen Kompositionen und seinen Improvisationen den Jaz
 z auf stille Art verändert. Sein Einfluss auf nachfolgende Generationen is
 t ähnlich gross wie der von John Coltrane oder Wayne Shorter. Bei Joe Hend
 erson äussert sich die Einflussnahme aber subtiler.\nEr war ein akribische
 r Arbeiter mit rundem\, kraftvollem Sound\, der sich ausschliesslich dem T
 enorsaxophon verschrieben hatte. Ein bedacht-virtuoser Improvisator\, eine
 r\, der nicht ausschliesslich aus dem Bauch heraus drauflos spielte. Der z
 ierliche Mann mit sanftem Blick durch starke Brillengläser und einem Dicki
 cht-Bart fand überlegt und überlegen Wege durch Harmonien und Strukturen\,
  auf die sonst keiner kam.\nGemeinsam mit Jochen Baldes am Tenorsaxophon u
 nd Tobias Hunziker am Schlagzeug\, tauchen Pianist Christian Rösli und Kon
 trabassist Andreas Zitz in ihrer mittlerweile 20. Folge von «Don’t Forget 
 The Poets» ein\, in die musikalische Welt des Joe Henderson – genau die ri
 chtige Hommage an einen\, der mit leiser\, konsequenter Arbeit Unerhörtes 
 zuwege brachte und der am 24. April dieses Jahres 86 Jahre alt geworden wä
 re.\nJochen Baldes (ts\, ss)\, Christian Rösli (p)\, Andreas Zitz (db)\, T
 obias Hunziker (dr)\nhttps://www.jochenbaldes.chhttps://www.dont-forget-th
 e-poets.ch\n\nInteressant zu wissen:\nJochen BaldesTenorsaxophone and Sopr
 anosaxophone\nStudium mit Diplom an der Swiss Jazz School in Bern\nAuftrit
 te im In- und Ausland u. a. an den Jazzfestivals Montreux\, Willisau\, Sch
 affhausen\, Terneusen NL\, Grahams- town SA\, Splashy Fenn SA\, Voronezh R
 U\, Kursk RU. Tourneen und Konzerte in der Schweiz\, Italien\, Holland\, D
 eutschland\, Österreich\, Frankreich\, Kuba und Südafrika\, Russland.\nZus
 ammenarbeit mit dem Schriftsteller Uwe Timm anlässlich der Veröffentlichun
 g seines Romans «Rot».\n7 Jahre Jahre Vorstandsmitglied\, als Vertreter de
 r Musikergemeinschaft\, im Jazzclub Moods\, Zürich.Bandleader der Gruppen 
 «Jochen Baldes Subnoder» und «Kobal».\n2012 Zusammenarbeit mit der Sängeri
 n und Audiovisual Art Künstlerin Johanna Jellici an ihrem Werk «Zwei Stimm
 en» für das Ulmer Museum (D)\nSeit 2013 Co-Leader der Band Jellici/Baldes‘
  Soundfields zusammen mit der Sängerin/Elektronikerin Johanna Jellici.\nAp
 ril 2017 «Artist in Residence» im Jazzclub Moods.\nSeit 2017 Co-Leader der
  Band Jellici Baldes Spacetracker\nSeit 2019 neue Band «Bloom Effect» mit 
 Jochen Baldes\, Franz Hellmüller\, Patrick Sommer und Tony Renold. CD Verö
 ffentlichung «Slider» bald bei Leo Records.\nJoe Henderson\nJoe Henderson 
 kam am 24. April 1937 in Lima\, Ohio\, zur Welt. Er wuchs\, zusammen mit f
 ünf Schwestern und neun Brüdern\, in armen Verhältnissen auf. Durch die Ja
 zzplatten eines seiner Brüder wurde er auf die Musik aufmerksam und versuc
 hte sich an Klavier\, Schlagzeug und Saxophon. Von 1960 bis 62 war er bei 
 der US Army und hatte die Gelegenheit\, dort mit einem Quartett bei einer 
 Talentshow aufzutreten. Er gewann diesen Army-Wettbewerb und wurde auf Wel
 ttournee geschickt. Zurück in den USA und nach Beendigung der Armeezeit zo
 g er nach New York und seine Karriere ging steil bergauf.\nVon 1963 bis 19
 68 wirkte er bei unterschiedlichen Aufnahmen für das Blue Note Label mit. 
 «The Sidewinder» von Trompeter Lee Morgan\, «Song for my father» von Piani
 st Horace Silver\, «The Prisoner» von Pianist Herbie Hancock und seine eig
 enen Alben «Page one»\, «Inner Urge» oder «Mode for Joe» sind nur einige d
 avon. Anfang der 70er Jahre spielte Henderson kurz bei der Soul-Jazz-Band 
 «Blood\, Sweat &amp\; Tears» und zog nach San Francisco. Die Stadt sollte 
 bis zu seinem Tod dreissig Jahre später seine Heimat bleiben.\n1986 gab er
  im New Yorker Jazzclub Village Vanguard aufsehenerregende Konzerte\, die 
 auch auf CD erschienen sind. Unter dem Titel «State of the Tenor» definier
 te Joe Henderson zusammen mit Bassist Ron Carter und Schlagzeuger Al Foste
 r die Art des Trio-Zusammenspiels neu. Freiraum\, Konzentration\, konkrete
  Linienführung\, komplexe harmonische Erweiterungen\, in all dem waren die
 se beiden Live-Alben zu dieser Zeit das Mass aller Dinge.\nIn den 90er Jah
 ren erschienen sehr erfolgreiche Alben\, in denen sich Henderson den gross
 en Komponisten des Jazz widmete - Huldigungen an Billy Strayhorn\, Antonio
  Carlos Jobim und Miles Davis. Hendersons letzte Einspielung war Gershwins
  Oper «Porgy and Bess»\, bei der Chaka Khan und Sting jeweils ein Stück si
 ngen. All diese Jahre hindurch war Henderson auch immer weltweit in Konzer
 ten zu erleben.\nEr starb am 30. Juni 2001 in San Francisco an Herzversage
 n\, herbeigeführt durch eine chronische Lungenerkrankung.
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SUMMARY:Don’t Forget The Poets #20 – The Music of Joe Henderson
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